50.000 Wörter in 30 Tagen

Motivation, wo bist du?

Jeden Abend setze ich mich an meinen PC und schreibe. Ich schreibe mal gute Sätze und mal grottenschlechte, aber keine bisher, auf die ich besonders stolz wäre. Jeden Abend habe ich weniger Lust, mich an den PC zu setzen und zu schreiben. Es fehlt so viel Zeit für anderes, und sei es nur das Lesen eines guten Buchs oder das Sehen eines guten Films.

Allerdings: Die Konsequenz trägt Früchte, ich habe schon 30.000 Wörter geschrieben – 5.000 mehr als mein persönliches Ziel in diesem NaNoWriMo war. Der Ehrgeiz, der sagt: „Die 50.000 schaffst du dann auch noch!“ fehlt aber – stattdessen habe ich eine innere Stimme, die sagt: „Ich habe keine Lust mehr, ich habe die Hälfte geschafft, es reicht doch.“ Aber es reicht eben nicht. Ich werde weiterschreiben bis Ende November.

Immerhin, ein Gutes hat es: Ich habe 30.000 Wörter mehr von meinem Roman geschrieben als Anfang des Monats. Und ich erkenne, dass ich tatsächlich die Disziplin und auch Kreativität habe, neben einem Vollzeitjob ein Buch zu schreiben. Allein dafür hat sich die Teilnahme am NaNoWriMo jetzt schon gelohnt – aber vielleicht kommen mir bis zum Ende des Monats ja noch mehr Einsichten. Übrigens habe ich es tatsächlich geschafft, in meinen Kapiteln nicht mehr so sehr zu hetzen.

Noch etwas zur aktuellen Lage in der Welt: Es haben schon so viele Menschen ihr Mitgefühl ausgedrückt und etwas darüber geschrieben  – ich werde mich nicht darunter einreihen. Das hat nichts mit mangelndem Interesse oder Mitgefühl zu tun – ich finde für den Terror nur einfach keine Worte und Schweigen sagt bekanntlich mehr als Worte. Darum kommt dieser Blogbeitrag auch erst heute und nicht, wie eigentlich geplant, schon am Sonntag.