Cities: Skylines

Städte bauen ist gar nicht schwer - oder doch?

Aufbausimulationsspiele haben ihren ganz besonderen Reiz. Ich gehöre zu der Generation, die in ihrer Jugend gebannt vor dem Bildschirm saß und alleine oder mit Freunden Zoos, Vergnügungsparks oder Städte entworfen hat – und mehr als einmal festgestellt hat, dass dies so alles nicht funktioniert und wieder von vorne begonnen werden muss. Als der neuste Teil von SimCity herauskam, habe ich ihn auch gespielt, und zwar gerne. Allerdings hat eins gefehlt: Es gab kein wirkliches Versagen. Ich habe bei SimCity nur eine neue Stadt angefangen, weil ich eine andere Spezialisierung oder eine neue Karte ausprobieren wollte – nicht, weil ich kein Geld mehr hatte und aufgeben musste. Anders ist dies beim Spiel Cities: Skylines

Am 10. März brachten finnische Entwickler das Spiel auf den Markt. Ich war erst skeptisch, dann sah ich plötzlich in den ganzen Online-Kanälen die Leute über das Spiel schwärmen. Als es mir dann sogar von Angesicht zu Angesicht empfohlen wurde, habe ich es einfach mal ausprobiert. Und ich bin begeistert. Kurz vorweg: Ich habe mich in den Bau der ersten Stadt gestürzt, ohne das Tutorial durchzuspielen. Das hatte mich bei SimCity genervt, darum habe ich es einfach mal weggelassen. Die Folge war, dass ich viermal neu anfangen musste, ehe ich eine Stadt hatte, die wachsen und gedeihen konnte und nicht schon nach den ersten paar Jahren Bankrott ist. Genau dies finde ich aber gut: Es ist wieder eine Herausforderung dabei.

(C) http://www.paradoxplaza.com

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Neben der Herausforderung gibt es noch einige schöne Gimmicks im Spiel – etwa den „Chirper“. Ein dicker blauer Vogel, der am oberen Bildschirmrand sitzt und so etwas wie Twitter für die Bewohner der Stadt ist. Darin ist nachzulesen, was die Bürger gerade beschäftigt – vor Freude ausflippen tun sie bei mir jedes Mal, wenn ich eine neue Windkraftanlage baue. Das Spiel weist daher auch mehr oder weniger subtil darauf hin, dass grüne Energie wohl einfach besser ist. Außerdem können Stadtviertel angelegt und mit besonderen Auflagen versehen werden, sodass bei guter Planung auch optisch ein Unterschied der verschiedenen Viertel auszumachen ist – eben wie in einer echten Stadt. Eine weitere wunderbare Möglichkeit bei diesem Spiel ist, neue Grundflächen dazukaufen zu können. Statt wie bei SimCity nur eine Nachbarstadt zu errichten, kann die Stadt selbst von ihrer Grundfläche her größer werden und immer weiter wachsen.

An sich läuft es ansonsten ab wie jede andere Städtebausimulation: Die Flächen neben den Straßen können als Gewerbe-, Industrie- oder Wohngebiet deklariert werden und dementsprechend werden automatisch Gebäude dementsprechend errichtet. Krankenhäuser, Schulen, Polizei und Feuerwehr und die Müllabfuhr haben ein begrenztes Einzugsgebiet – zu erkennen an der Grünfärbung der Straßen, wenn ein solches Gebäude gebaut wird. Strom sowie Wasser müssen mittels Leitungen verteilt werden und für den öffentlichen Personenverkehr gibt es auch einige Möglichkeiten, wie Bus oder Bahn.

Alles in allem eine Städtebausimulation, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal gespielt habe. Immerhin gibt es bestimmt noch einige Gimmicks mehr zu entdecken und vor allem andere Karten auszuprobieren.

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