Eva-Maria Obermann – Ellas Schmetterlinge

Ich hatte mal wieder Lust auf einen Liebesroman – praktisch, dass genau zu der Zeit „Ellas Schmetterlinge“ erschien. Ich bin zwar an sich immer skeptisch, wenn schon im Klappentext angedeutet wird, dass die eigentliche Beziehung nichts ist und eine neue Liebe her muss (ich mag es mehr, wenn an Beziehungen gearbeitet wird, um zu zeigen: ja, es ist schwierig, aber es kann klappen. Einer meiner Lieblings-Liebesfilme deswegen: „Darf ich bitten?“ ). In diesem Buch ergibt dies alles aber wunderbaren Sinn.

Die Großstädterin Miriam zieht mit ihrem Freund Jan aufs Dorf, in ein, wie sagt, richtiges Kaff. Er hat dort eine gute Anstellung mit super Karriere hängen gefunden, ihr würde vor kurzem wegen Umstrukturierungen der Job gekündigt – es gibt also keinen guten Grund, nicht aufs Dorf zu ziehen. Abgesehen davon, dass Miriam einfach nicht glücklich ist und alles an ihrem neuen Zuhause hasst. Ein wenig hat sie das unsympathisch gemacht – ich bin selbst schon so oft umgezogen, um zu wissen, dass es einem überall gefallen kann, wenn man sich nur ein wenig auf den neuen Ort einlässt.

Dieses Einlassen gibt es dann auch wenig später, allerdings eher unfreiwillig. Ihre Nachbarin und junge Mutter Ella freundet sich mit ihr an – ganz gegen Miriams Willen, aber irgendwie sind sie doch plötzlich Freundinnen. Neben den Problemen mit Jan ist diese Freundschaft ein zentraler Aspekt im Buch, was ich sehr gut finde.

Die im Titel genannten Schmetterlinge bekommt Miriam dann auch noch im Dorf – ausgerechnet bei Ellas Bruder. Wie es mit den beiden ausgeht, was genau mit Jan los ist und woher die Leiche in der Wohnung über Miriam und Jan kommt, lasse ich euch aber selbst entdecken. Auf jeden Fall ist das Buch eine schöne Sommerlektüre.

Zum Buch: Ellas Schmetterlinge

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