Star Trek

Picards Brücke im Information Dominance Center

„Das will ich auch haben!“, war mein erster Gedanke. Zugegeben, wahrscheinlich nicht ganz die erhoffte Reaktion auf herausgeschmissene Steuergelder, aber hey: einmal selbst auf Picards Stuhl sitzen zu können, ist doch ein Traum eines jeden Trekkies.

Gut, ein richtiger Trekkie bin ich nicht. Ich würde nicht in Föderationsuniform umherlaufen und mir auch keine Klingonenmaske aufsetzen, ganz zu schweigen davon, die Sprache zu lernen. Aber ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der es nachmittags nicht das sogenannte Assi-TV gab, sondern eben Star Trek. The Next Generation mit Captain Picard, um genau zu sein. Und aus diesem Grund kann ich den jetzigen NSA Chef Keith Alexander verstehen, der sich eine Brücke nachbauen lies, als er noch im „Information Dominance Center“ der US-Armee tätig war.

Um genau zu sein: Eine Brücke, die der auf der Enterprise, die unter Picards Befehl stand, nachempfunden ist. Ganz an die hohe Legende Kirk hat er sich demnach nicht herangetraut – oder er mochte die erste Brücke der Zukunft einfach nicht. Ein Geheimnis war diese Brücke übrigens nicht, Alexander lud Abgeordnete dazu ein, einmal selbst im Captainsessel zu sitzen und ein bisschen Picard zu spielen.

Wie gesagt: meine Reaktion darauf war, dass ich so eine Brücke auch haben möchte. Allerdings nicht auf Kosten der US-Bürger. Von deren Steuern wurde die Brücke von Alexander nämlich gebaut. Das ist der wenige schöne Teil an der Geschichte, der aber dennoch erwähnt werden muss. Und vor allem auch seinen Platz verdient. Denn wenn jemand schon so einen extravaganten Wunsch hat (und das auch noch auf der Erde und nicht auf einem richtigen Raumschiff), der sollte dann eigentlich auch selbst dafür bezahlen müssen.

Quelle: Gamestar

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