Von der Idee zum fertigen Manuskript – Teil 3

Charaktere zu Freunden machen

Wir wissen jetzt schon, wie die erste, grobe Idee ausgearbeitet und die Regeln der Welt festgelegt werden. Jetzt kommt der Punkt, der meist sehr viel Spaß macht: die Charaktere.

Lebensläufe erstellen
Bei meiner Trilogie habe ich den Vorteil, dass ich die Charaktere schon aus der vorangehenden Fanfiction kannte. Neue Namen mussten her, weil die alten der Sache nicht gerecht wurden, teilweise gibt es eine neue Biografie – aber keine neuen Charakterzüge.
Bei meiner Uhrengeschichte sieht es schon wieder ganz anders aus. Statt nur eines groben Entwurfs der Charaktere, wie bei der Trilogie, werde ich da alles ins Detail ausarbeiten – einfach, weil ich die Personen in meinem Buch noch nicht kenne. Damit alles authentisch bleibt, dürfen meine Protagonisten und Antagonisten für mich kein Buch mit sieben Siegeln sein. Ich muss sie so sehr kennenlernen, das ich genau weiß, wann sie sich wie verhalten und warum das so ist. Ein sanftmütiger Charakter wird beispielsweise nicht plötzlich um sich schlagen, ein naiver nicht plötzlich alle Geheimnisse durchschauen.

Tipp: Lernt eure Charaktere so gut kennen, als wären es eure besten Freunde. Macht sie zu euren besten Freunden.

Von euren besten Freunden wisst ihr, wann sie geboren wurden, wie ihre Kindheit aussah, ihr habt wahrscheinlich auch von den Eltern Kindheitsgeschichten gehört, an die sich eure Freunde gar nicht mehr erinnern. Ihr kennt jedes gebrochene Herz, jeden zerplatzten Traum, aber auch alle freudigen Momente, alle Erfolge und Ziele. Das müsst ihr auch bei euren Charakteren wissen. Euer Leser muss das selbstverständlich nicht alles wissen. Für ihn könnte es irrelevant sein, dass eurem Chrakter in der dritten Klasse das Herz gebrochen wurde – damit ihr aber versteht, wie der Protagonist oder Antagonist tickt, ist es für euch essenziell.
Beachtet bei der Ausarbeitung auch, dass sich Beziehungen zwischen Charakteren entwickeln können. Ich für meinen Teil lege jetzt schon fest, ob es ein Liebesinteresse gibt und wenn ja, zwischen welchen Charakteren. Es gibt andere Autoren, die so etwas auf sich zukommen lassen – in meinen nächsten Büchern werden Liebesgeschichten aber nur eine untergeordnete Rolle spielen, darum lege ich alles fest und sorge dafür, dass das Liebesgeplänkel nicht in den Vordergrund rückt.

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