Von der Idee zum fertigen Manuskript – Teil 4

Der rote Faden der Handlung

Es geht weiter in meiner Blogreihe! Die Rahmenbedingungen stehen fest, jetzt geht es ans Eingemachte:

Die Handlung

Ich plane immer sehr genau, von der ersten groben Handling zu Kapiteln zu Szenen. Das ist sehr detailliert und nicht für jeden etwas. Einigen reicht es, den roten Faden aufzuschreiben und Szenen anzufügen, die auf jeden Fall zu schreiben sind. Andere planen sogar noch detaillierter als ich und packen schon einzelne Dialoge in die Ausarbeitung.

Wie ihr es macht, ist eure Sache – wichtig ist, dass der rote Faden erkennbar bleibt. Streicht jetzt schon Szenen, die die Handlung nicht voranbringen. Im ersten Moment wirken sie zwar toll, im zweiten lassen sie das Buch aber eher zähflüssig werden. Ich habe in der Planung zum dritten Teil meiner Trilogie schon einige Szenen gestrichen, bei denen ich beim erneuten Durchlesen merkte, dass sie die Handlung nicht voranbringen, auch wenn ich diese Szenen sehr gern geschrieben hätte. Sogar ein ganzes Kapitel musste schon weichen. Dies erspart einem beim Überarbeiten das Streichen der Szenen und Kapitel, die das Buch langwierig werden lassen – und wenn sie schon geschrieben sind, fällt das Streichen ungleich schwerer.

Tipp: Immer den roten Faden im Blick behalten und Szenen darauf aufbauen, diesen weiter entlangzuwandern.

Noch etwas: Wenn ihr mehrere Blickpunkte habt, aus denen die Handlung erzählt wird, markiert bei der Planung, welcher Charakter wann dran ist. So könnt ihr entweder den Fokus im Buch auf einen bestimmten Protagonisten legen oder sie gleichberechtigt zu Wort kommen lassen. Beachtet dabei, dass ihr die Charaktere als Erzähler für die Szene auswählt, die genug dafür wissen, um sie dem Leser verständlich zu machen – das Wissen des Autors ist nicht gleichzusetzen mit dem der Protagonisten und Antagonisten.

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