Von der Idee zum fertigen Manuskript

Wie schreibe ich ein Buch?

Ich bin eine planende Autorin. Das bedeutet, dass ich allerhöchstens Prolog und Ende schreibe, bevor ich die Geschichte ausgearbeitet habe – das aber auch nur, wenn ich dafür eine Idee habe.
Momentan sitze ich an der Planung zum dritten Band meiner Trilogie und habe mir überlegt, euch einen kleinen Einblick zu geben. Ich möchte euch in meinen nächsten Blogbeiträgen gerne zeigen, wie ich das Buch plotte, woher die Inspirationen kommen und, schlussendlich, wie aus einer kleinen Idee ein Romanmanuskript wird. Vielleicht hilft euch das ja weiter, wenn ihr selbst die Idee für eine Geschichte habt. Allerdings bitte ich folgendes zu bedenken: Das, was ich hier zeige, ist der Weg, wie er für mich funktioniert. Wenn ihr nicht so schreiben könnt/wollt, heißt das nicht, dass ihr etwas falsch macht. Ihr macht dann viel eher alles richtig.

Die erste Idee
Ich habe zusammen mit einer Freundin eine Fanfiction geschrieben, die sich sehr schnell so sehr weiterentwickelte, das von der ursprünglichen Geschichte nichts mehr darin zu finden war – und doch immer noch zu viel. Ich mochte die Geschichte, die sich um das Schicksal wob, jahrelang trug ich sie mit mir herum, wusste aber nicht, wie ich sie neu angehen sollte – bis mir die Idee kam: Warum nicht Schicksal und Apokalypse gegenüberstellen? Ich diskutierte mit meinem Mann (damals noch Freund 😉 ) darüber und stellte fest: Ja, die Idee funktioniert, daraus kann ich ein Buch machen.

Tipp: Diskutiert über eure Ideen! Vielleicht nicht gerade öffentlich, aber mit Menschen, denen ihr vertraut. Nehmt euch Zeit dafür und merzt in euren Gesprächen alle logischen Fehler aus, findet Antworten auf alle offenen Fragen. Die Storyline entsteht dabei fast von selbst.

Ich fing also grob an zu planen – weg von der Fanfiction, hin zu etwas absolut eigenständigem, meiner Trilogie eben. Eins war mir mit dieser Idee immerhin sofort klar: Sie würde groß werden. Um zu erklären, wie die Welt, die ich vorhabe in unsere bekannte zu setzen, funktioniert, würde ich wahrscheinlich ein Buch brauchen. Ein weiteres, um zu zeigen, wie die Menschen reagieren, die erfahren, dass es tatsächlich Magie gibt in der Welt. Dazu dann noch eines, in dem es zum großen Showdown kommt – welche Menschen lassen sich von der Apokalypse benutzen, welche kämpfen für ihr eigenes Schicksal? Wer triumphiert letztendlich? Wer mein Buch „Spür den Regen“ gelesen hat, wird wissen, dass ich keine Hollywood-Happy-Ends schreibe – es ist also durchaus nicht gesagt, dass alles gut ausgehen wird 😉

Das ist die erste, grobe Planung. Erst, wenn die steht, geht es bei mir an die Feinarbeit: Die Regeln der Welt schriftlich festhalten (einigermaßen detailliert ausgearbeitet habe ich sie meist schon in den Diskussionen mit meinem Mann) und die Charaktere erstellen, die auf jeden Fall dabei sein müssen. Dazu gibt es dann mehr in den nächsten Beiträgen.

Übrigens bieten nicht alle meine Ideen das Zeug zu einer Trilogie, das ist mir meist schon direkt von Anfang an klar. Meine Uhrengeschichte beispielsweise ist bisher kaum über das Ideen-Stadium hinaus, aber dennoch weiß ich: Nach einem Band wird diese abgeschlossen sein. Auch „Spür den Regen“ ist in sich abgeschlossen – auch wenn ich irgendwann bestimmt noch mal ein Buch über die Kantálin auf Atlantis schreiben werde.

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