Xbox One

Und hier kommt die 180°-Drehung!

Update 24. Juni 2013: Day-One-Patch nötig, um die Konsole offline nutzen zu können.
Onlinezwang und Gebrauchtspielsperre – Zwei Wörter, die die ganze Microsoft-Fangemeinde um die Xbox One zum Aufschrei brachten. Erst vergeblich, aber nun, nachdem Sony definitiv gesagt hat, dass die PS4 diese Dinge nicht besitzen wird, macht Microsoft eine 180°-Drehung und hört auf seine Fans.

Update 24. Juni 2013:
Ein wenig seltsam klang es ja schon, dass Microsoft so einfach den Onlinezwang und die Gebrauchtspielsperre streicht, obwohl die Konsole schon November diesen Jahres erscheinen soll. Microsofts Mark Whitten revidierte nun die Aussage von Don Mattrick: Den Onlinezwang und die Gebrauchtspielsperre würde es zwar nicht geben, allerdings ist dafür ein Day-One-Patch erforderlich, sodass die Konsole dafür an das Internet angeschlossen werden muss. Ein herunterladen des Patchs mittels Smartphone soll aber auch funktionieren. Ist der Patch installiert, läuft die Xbox One ganz flüssig ohne Internet.

Es war schon seit der Ankündigung von Sonys Next-Gen-Konsole im Februar ersichtlich, dass diese weder eine Gebrauchtspielsperre noch einen Online-Zwang haben wird. Dennoch tat Microsoft zuerst so, als hätten sie das nie gehört und statteten ihre Xbox One mit einer Gebrauchtspielsperre aus. Aber keinem Onlinezwang… doch, irgendwie schon. Zwar gab Microsoft das nicht so zu, aber die Tatsache, dass die Xbox One alle 24 Stunden einmal ans Netz muss, um zu funktionieren, legte den Gedanken an einen Onlinezwang schon ziemlich nahe. Der Aufschrei der Fans wurde erst ignoriert. Erst nach der E3 und Sonys definitivem Versprechen, keins der beiden Dinge in die neue PS4 zu implementieren und den daraus resultierenden nach oben schnellenden Vorverkaufszahlen, überdachte Microsoft mal seine Strategie.

Vielleicht ist eine Gebrauchtspielsperre ja doch ziemlich einschränkend für den User. Der immerhin 70 Euro oder mehr für ein Spiel bezahlt, was dann, dank der Sperre, doch irgendwie nicht so richtig ihm gehört. Immerhin kann er, obwohl er die Disc in seinen Händen hält, nicht damit machen, was er will. Außer, den Titel auf der Xbox One zu spielen. Zugegeben, Microsoft billigte es, den Titel an einen weiteren Freund auszuleihen. Wahrscheinlich war das als kleines Friedensangebot gedacht, das aber eher einen zynischen Unterton hatte: „Ja, euch gehört das Spiel und ihr könnt es verleihen – aber nur an einen ausgewählten Freund. Warum? Weil wir das so wollen.“

Dazu kam der Onlinezwang. Der von Microsoft natürlich heruntergespielt wurde. Immerhin ist es ja keine schwere Sache, die Xbox One einmal alle 24 Stunden ans Netz zu hängen, oder? Doch, irgendwie schon. Denn wozu braucht man das Internet, wenn man eh nur den Offline-Singleplayer spielen will? Richtig, nirgendwozu. Mittlerweile erkannte Microsoft das auch endlich. Gestern erst veröffentlichte Microsofts Don Mattrick eine Mitteilung auf xbox.com, dass die Gebrauchtspielsperre und der Onlinezwang komplett aufgehoben sind. Die Xbox One wird in beiden Fällen so funktionieren wie die Vorgängerkonsole Xbox 360. Oder, anders ausgedrückt, wie die neue PS4. Die Internetverbindung ist nur ein einziges Mal erforderlich, und zwar für den einmaligen Set-Up der Konsole nach dem Kauf. Eine schöne 180°-Drehung, Microsoft. Ich wäre ja gern Mäuschen gewesen bei den Meetings, bis diese Entscheidung für die Xbox One fiel. Ob das ausschlaggebende Argument wohl wirklich die Reaktionen der User waren, wie der amerikanische Konzern behauptet, oder doch eher die Vorverkaufszahlen der PS4?

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